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[iIa] Unger&Hoffmann Verax
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14.11.17 23:46
Laufboden 

BZF-Master

14.11.17 23:46
Laufboden 

BZF-Master

[ iIa ] Unger&Hoffmann Verax

Hallo miteinander,

die Tage habe ich einen seltenen Fang gemacht: eine Unger&Hoffmann Verax.
Ausnahmsweise habe ich sogar höher geboten als das, was im Angebot zu sehen war - aber das wäre fast nichts gewesen ... .
Der Anbieter konnte die Kamera nicht öffnen ...
Und falsch ausgezeichnet hat er sie auch noch ...

Daß es keine Voigtländer wie angegeben war, war offensichtlich.
Da war ich schon sehr gespannt, worauf ich bei diesem Glücksspiel wirklich geboten hatte, ob wirklich Verax drin war, wo nur das Rückteil einer Verax von hinten außen zu sehen war.
Und wenn ja, welche.

Zu meinem Erstaunen öffnete sich die Kamera auf den üblichen Knopfdruck, und sie war zwar natürlich imperfekt, aber sogar deutlich besser erhalten als ich gehofft hatte.
Nach geringer Überholung und mit neuer Mattscheibe statt der ohnehin schwerlich originalen hier die Bilder:



"Verax" auf der Rückseite mag trügen. Aber die Verriegelung oben ist schon sehr spezifisch für Unger&Hoffmann:


Hier nur mit der Hinterlinse und voll ausgezogen: scharf auf ca 2m Entfernung - das ist Spitze!


Diese Art der Lösung der Unendlich-Einstellung dürfte einzigartig sein:


Beidseitig einstellbare Seitverschiebung ist auch ziemlich einzigartig:


Der Compur ist von 1926.
Das doch recht lichtschwache 1:6.8/135er Helioplan von Meyer-Görlitz ist nachgeprüftermaßen trotzdem ein Dialyt - also weder Gauss noch Aplanat.
Mit einer Nummer im Bereich 285.000 dürfte es zeitlich trotzdem dazupassen - wenn ich dazu noch der recht rohen Ablesegenauigkeit in einer japanischen Grafik trauen kann.
Das Holzgehäuse ist zeitlich in die 1920er-Jahre einzuordnen, vielleicht auch um 1927.
Weiß jemand, wie Unger&Hoffmann numeriert hat? Eine 2600er-Gehäusenummer kommt mir jedenfalls eher nach Numerierung für den Kameratyp vor.

Von dieser Verax habe ich nirgends ein Bild gesehen - kann hier jemand Modell und/oder Bauzeit genauer orten?

Grüße, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 14.11.17 23:50

Datei-Anhänge
1067244_Verax.jpg 1067244_Verax.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 302 kB

1067246_Verax.jpg 1067246_Verax.jpg (5x)

Mime-Type: image/jpeg, 312 kB

1067248_nurHL_min2m.jpg 1067248_nurHL_min2m.jpg (4x)

Mime-Type: image/jpeg, 374 kB

1067248_nurHL_min2m.jpg 1067248_nurHL_min2m.jpg (3x)

Mime-Type: image/jpeg, 374 kB

1067228_Verax_Entfernungseinstellung.jpg 1067228_Verax_Entfernungseinstellung.jpg (3x)

Mime-Type: image/jpeg, 210 kB

1067222.jpg 1067222.jpg (3x)

Mime-Type: image/jpeg, 226 kB


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15.11.17 20:51
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

15.11.17 20:51
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo,
ihre Kamera ist eine waschechte Verax. Ich habe auch eine, zwar einfacheres Modell, dafür ist sie an gleich 3 Stellen markiert: Wie bei ihrer auf dem Lichtschachtdeckel "Verax", ausserdem im Laufboden innen eingestempelt "Verax", schliesslich hat sie ein "Verax Special Aplanat F=13,5cm" in Vario-Verschluss. Im Ledergriff steht noch "Fama". Die Spreizen- und Tragriemenhalterform ist die selbe wie bei ihrer Kamera. Meine Kameranummer ist übrigens 14977, eingestempelt ins Holz hinten.
Gruss
Freier-Sascha

Zuletzt bearbeitet am 15.11.17 20:52

15.11.17 22:58
Laufboden 

BZF-Master

15.11.17 22:58
Laufboden 

BZF-Master

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo Freier-Sascha,

Freier-Sascha:
ihre Kamera ist eine waschechte Verax. Ich habe auch eine, zwar einfacheres Modell, dafür ist sie an gleich 3 Stellen markiert: Wie bei ihrer auf dem Lichtschachtdeckel "Verax", ausserdem im Laufboden innen eingestempelt "Verax", schliesslich hat sie ein "Verax Special Aplanat F=13,5cm" in Vario-Verschluss. Im Ledergriff steht noch "Fama". Die Spreizen- und Tragriemenhalterform ist die selbe wie bei ihrer Kamera. Meine Kameranummer ist übrigens 14977, eingestempelt ins Holz hinten.
Hm, interessante Hinweise, aber schwierig zu deuten.
Auf ein späteres Baujahr deuten die deutlich größere Kameranummer (sollte sie, wie's überwiegend war, mehr oder weniger zeitliche Reihenfolge und Zahl der insgesamt gefertigten Kameras angeben), und noch stärker, daß die Marke prominenter ausgezeichnet ist, da sie auch an der Kamera selbst und am Griff zu finden ist.

Obwohl die Spreizen zumeist von einem Zulieferer kommen, ist die Spreizenform sehr oft charakteristisch für einen Kamerahersteller. Ähnliches gilt von anderen Teilen. Spreizen sind zudem schwer durch Fremdteile ersetzbar, bei diversen anderen Teilen geht das leichter und geschieht auch immer wieder mal.

Bei einem Objektiv mit Namen Verax kann man praktisch sicher davon ausgehen, daß es zur Originalausstattung gehörte, wenn es an einer Verax zu finden ist.
Bei häufigeren Fabrikaten könnte man das nicht so sicher sagen. Es wäre extrem überraschend, hätte jemand dieses Objektiv übrig gehabt, um es auf eine Verax zu schrauben - außer ggf. der Erstkäufer. Denn damals konnte man bei vielen Herstellern ein eigenes Objektiv zum Einbau in eine neue Kamera stellen.
Mindestens ein OEM-Objektiv(aus heutiger Nomenklatur) unter eigenem Namen hatten viele Anbieter als Basisausstattung.

Andererseits -
Aplanate waren um 1926 eher aus der Mode (wobei im Rahmen wirtschaftlicher Turbulenzen doch einiges durcheinandergekommen sein mag). Der Trend ging wie in den 1970er-Jahren zu besonders 'lichtstarken' Objektiven.

Daß der Griff mit Ausnahme der Prägung gleich ist, bestätigt mein Gefühl, daß er original ist.
Zuvor hatte ich nur Bilder von einer anderen Verax gesehen, deren Griff anders gestaltet war, doch so, daß er mir stilistisch nicht zu passen schien. Es war aber nicht so selten, daß kaputte Griffe z.B. vom örtlichen Sattler ersetzt worden sind.
Eine zeitliche Einschränkung durch die Gestaltung des Griffs ist nicht gegeben.

Aber zum anderen - meine Verax hat zwar einen Doppelanastigmat (Dialyt), jedoch ist ein 6.8e auch nicht viel lichtstärker als ein Aplanat und war in Zeiten, in denen "hochlichtstarke" 4.5er modern waren, etwas "out of time". Wenigstens die 6.3 war angesagt. Dialyte hatten Anfang der 1920er zunächst den zuvor gern verwendeten 4-Linser mit Doppel-Gauss-Typ weitgehend abgelöst, das führt aber auch nicht weiter.

Zwar habe ich bei meiner Kamera das Gefühl, sie könne durchaus von 1927 sein, aber ohne weitere Hinweise spricht nichts gegen irgendeinen Zeitpunkt von 1920-1927. Das wird in etwa auch frühestes bzw. spätestes Baujahr für beide Kameras angeben.

Die Datenlage bei Unger&Hoffmann ist leider mehr als dünn.

Gruß, Laufboden

Zuletzt bearbeitet am 15.11.17 23:03

16.11.17 11:15
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

16.11.17 11:15
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo Laufboden,
Ja nun, es stellt sich ja immer die Frage: Wie viel einer Plattenkamera muss ein Hersteller selbst hergestellt haben, dass er als eigentlicher Hersteller gelten kann? Ich gehe für mich davon aus, dass er das Gehäuse, den Laufboden, den Schlitten und die Standarte gebaut haben muss und in diesem Zusammenhang die "gehäusenahen Beschlagteile" wie zum Beispiel die Spreizen. Natürlich ist das eine persönliche Definition. Im Anhang wollte ich einige Bilder meiner Verax hochladen, aber die "Datei sei mit 3515kB zu gross", was ist denn da los?,
Gruss
Freier-Sascha

Admin: Das Forum begrenzt die Datenmenge pro Anhang-Upload auf 1,1 MByte. Das reicht im Allgemeinen für Foto völlig aus. Mehr zu dem Datei-Upload im Forum hier:
http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-c...q.php#Hochladen

16.11.17 12:30
Laufboden 

BZF-Master

16.11.17 12:30
Laufboden 

BZF-Master

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo Freier-Sascha,

Freier-Sascha:
Ja nun, es stellt sich ja immer die Frage: Wie viel einer Plattenkamera muss ein Hersteller selbst hergestellt haben, dass er als eigentlicher Hersteller gelten kann? Ich gehe für mich davon aus, dass er das Gehäuse, den Laufboden, den Schlitten und die Standarte gebaut haben muss und in diesem Zusammenhang die "gehäusenahen Beschlagteile" wie zum Beispiel die Spreizen. Natürlich ist das eine persönliche Definition.
Arbeitsteiligkeit war schon damals allgegenwärtig, wenngleich in weit geringerem Maße als heute.*)

Der Anteil an "selbstgefertigtem" ist unterschiedlich, und die Frage zu beantworten, wieviel nötig ist, um als Hersteller zu gelten, nicht so einfach zu beantworten.
Fall 1: Der bekannte Optikhersteller Rodenstock z.B. hat verschiedentlich und zu verschiedenen Zwecken Kameras unter seinem Markenzeichen in den Handel gebracht - Marketing, Markteinführung neuer Produkte, ferner Förderung von "Newcomern" im Kamerabau, eventuell auch Bestrebungen, in den Kamerabau einzusteigen. Letzteres vermuteten Kamerabauer, und trieben Rodenstock eventuelle derartige Absichten aus, indem sie drohten, keine Rodenstock-Objektive mehr zu verbauen. Und so gibt es heute Rodenstock-Kameras, die meisten davon von Welta bezogen, der Rest von diversen anderen, und Rodenstock-Kameras werden von Sammlern als solche gesucht, obwohl Rodenstock nie auch nur eine einzige Kamera gefertigt hat.
Eher wahrscheinlich, daß auch die Rodenstock-Plakette durch den Zulieferer angebracht wurde.

Fall 2: Der Raum Freital. In diesem Raum siedelten einige bekannte Kamerabauer, und es entwickelte sich eine leistungsfähige Zulieferindustrie. Die lokalen Kamerabauer konnten aus einer großen Palette von Bauteilen wählen. Beispielsweise ließen Beier und Erkos ihre Gehäuse vom selben Kameratischler bauen.
Also von einer Spezialfabrik, heute würde man sie als Modelltischlerei bezeichnen.
Kameras aus dem Raum Dresden zeichen wegen der Zulieferteile oft gewisse Ähnlichkeiten aus, sie sehen eben aus wie Kameras aus dem Raum Dresden, und viele Kameras aus Freital haben noch mehr Ähnlichkeit zueinander.
Mehr dazu: http://www.dresdner-kameras.de/firmenges...men/firmen.html

Freier-Sascha:
Im Anhang wollte ich einige Bilder meiner Verax hochladen, aber die "Datei sei mit 3515kB zu gross", was ist denn da los?,
Es gibt Größenbeschränkungen, was angesichts der Masse an Fotos - Platzbedarf! . und der immer noch beschränkten Downloadgeschwindigkeit sinnvoll ist.
Ich selbst verkleinere meine Bilder auf 1000x1500 (früher war die Grenze bei 600x900), das ist dann deutlich kleiner als die zulässige Höchstgrenze (steht irgendwo im Forum, ich meine 1.2MB - ein Wert, der für flüssigen Download ohnehin schon zu groß ist), aber ein sinnvoller Kompromiß und in etwa das, was auch die anderen hier tun. Die Forumssoftware ändert nichts an diesen Bildern, sie zeigt sie nur ggf. kleiner an bei möglicher Vergrößerung auf 1:1.

Also einfach die Bilder verkleinern, so, wie man das normalerweise auch bei mit Mail verschickten macht.

Bin schon gespannt auf Ihre Bilder.

Grüße, Laufboden

*) Ab ~1967: "schwedischer" Volvo 142: der Motor war von Audi und soll ursprünglich von Borgward stammen. Für die Sattlerarbeiten fand ich einen Beleg für die Fertigung in Italien.
2012: "Wir bedanken uns bei Hiroyuki Matsumoto für die bedeutsame Arbeit als Leiter des europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrums in den letzten beiden Jahren," sagt Jeff Guyton, Präsident und CEO von Mazda Motor Europe. Das Entwicklungszentrum ist in Oberursel.
Heute: ein japanischer PKW kann z.B. in Tschechien entwickelt worden sein. Der Anteil der Wertschöpfung in Deutschland kann durchaus höher sein als bei einem Fahrzeug eines deutschen Herstellers.

Klar, auch das neue Objektiv eines bekannten japanischen Kameraherstellers kann ohne weiteres "made in China" sein.
Doch das ist erst der Anfang.

Wer heute einen PC kauft, findet drin Teile, die der Anbieter bestimmten prominenten z.B. japanischen Firmen zuordnet - schließlich steht dick und fett die jeweilige Marke des Zulieferers drauf. Erst im Garantiefall - z.B. Firmwareupdate nötig - zeigt sich, daß das nicht stimmt. Das Teil wurde vermutlich beim Unterlizenznehmer eines bereits unaussprechlichen Lizenznehmers irgendwo in Fernost gebaut, die Firmware des Originalherstellers ist keineswegs kompatibel dazu, und der Unterunterlizenznehmer nicht erreichbar.
Das juckt deutsche Verbraucherschützer nicht bzw. darf sie gar nicht jucken: Vertragspartner des Kunden ist allein der Verkäufer - und der weiß nicht mehr als höchstens noch den Namen des Produkts und daß die Garantiezeit um ist.

Zuletzt bearbeitet am 16.11.17 13:10

16.11.17 14:29
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

16.11.17 14:29
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Unger&Hoffmann Verax

So, jetzt hat es scheinbar geklappt.











,


muss noch über was die Grafik angeht, aber besser wie nix,

Gruss
Freier-Sascha

Datei-Anhänge
RIMG0010.jpg RIMG0010.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 102 kB

RIMG0012.jpg RIMG0012.jpg (1x)

Mime-Type: image/jpeg, 106 kB

RIMG0014.jpg RIMG0014.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 121 kB

RIMG0015.jpg RIMG0015.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 97 kB

RIMG0017.jpg RIMG0017.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 132 kB

RIMG0019.jpg RIMG0019.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 114 kB

16.11.17 15:12
Rainer 

Administrator

16.11.17 15:12
Rainer 

Administrator

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo zusammen,

nur ein Hinweis zur Datenmenge von Uploads im Forum. die aktuelle Grenze liegt derzeit bei 1,1 MByte pro Upload. Damit sind eigentlich aussagefähige Fotos gut hochladbar. Derzeigt belegt deas Forum auf dem Server ca. 9 GByte. Mehr zum Upload:
http://www.blende-und-zeit.sirutor-und-c...q.php#Hochladen



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Fotoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

16.11.17 21:49
Laufboden 

BZF-Master

16.11.17 21:49
Laufboden 

BZF-Master

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo Freier-Sascha,

Freier-Sascha:
So, jetzt hat es scheinbar geklappt.
Hat geklappt
Nur bei mir am Rechner hat gerade wenig geklappt.
Wollte noch'n paar Bilder für diesen Beitrag von der Kamera, also der CF-Karte, 'runterladen ... aber zu den ehernen Prinzipien von Linux (in dem Fall OpenSuse) gehört "Linux fails silently" ... Immerhin sagt mir Ubuntu, das ich auf einem anderen Rechner installiert habe, die Directory auf der CF-Karte sei defekt (an der Kamera funktioniert sie tadellos. Muß sie formatieren ... und dann die Bilder wieder machen und schauen, ob's nicht doch die Kontakte der Karte sind ... na dann - das Formatieren geht selbst in der Kamera nicht mehr ...).

Habe noch im Web gewühlt.
Unger & Hoffmann ist zwar als Kamerahersteller bekannt, aber man sieht wenig von den Kameras im Web und in meinen Büchern, und noch weniger über den Hersteller, sieht man vom übrigen Spektrum - Filter, Fotomaterialien - ab.
Daß die Firma 1926 von Mimosa geschluckt wurde, ist nur die halbe Wahrheit, das betraf den Kamerabau nicht - der ist danach ganz still entschwunden.

Eine entwertete Aktie der Unger & Hoffmann AG - also ein Blatt Papier - wird zu € 175.- im Web angeboten:
http :// www .a k t ien.sammler.de/br/aktie.asp?ID=347549&NS=1
(den obigen Text in die Adresszeile des Browsers eingeben und alle blanks entfernen. Die hier verwendete Serversoftware macht hoffnungslosen Murks aus der Originaladresse: Teile werden als Webadresse erkannt, das Wort a k t i e als verbotenes Wort interpretiert ...)

Würde ich so eine Unger & Hoffmann zulegen, würde mich meine Frau jagen - nicht nur des Preises, auch des Platzbedarfs wegen:
http://www.kameramuseum.de/0-fotokameras...mann/index.html

Grüße, Laufboden

Nachtrag: Vorsatzlinsen "Verax" waren einst sehr bekannt. Hier ein unvollständiger Satz, es sind nur 2 originale Linsen, die dritte Linse ist für Fotografie ungeeignet (irgendjemand hat sie dazugesteckt), der Platz für die vierte ist leer.


Zuletzt bearbeitet am 16.11.17 22:58

Datei-Anhänge
1067258_Unger+Hoffmann_Verax.jpg 1067258_Unger+Hoffmann_Verax.jpg

Mime-Type: image/jpeg, 466 kB

16.11.17 23:13
Rainer 

Administrator

16.11.17 23:13
Rainer 

Administrator

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo Laufboden,

ich habe die Sperrwortliste des Forums etwas entschärft.... Aktie ist jetzt also möglich.

Aktie war gesperrt, weil vor Jahren ein Witzbold nachts ständig Aktien zum Kauf anbot, bis ich seinen Acount geloescht hatte. Er tauchte dann mit neuem Namen wieder auf, usw. usw.



Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
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Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

Gestern 12:13
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

Gestern 12:13
Freier-Sascha 

BZF-Nutzer Stufe 1

Re: Unger&Hoffmann Verax

Hallo allerseits,

Ich habe eine Sammlung an Bildern von Unger und Hoffmann Verax-Kameras, kann sie hier aber nicht zeigen, da ich die Copy-Rechte nicht habe.
Aber aufgrund meiner Recherchen gab es mind. 5 verschiedene Veraxe in verschiedenen Varianten (Objektiv-Verschlusskombinationen).
Alle diese Kameras sind an mind. einer Stelle mit "Verax" markiert, haben alle die gleiche Spreizen- und Riemenaufhängeform.

1.) einfache Kamera, ohne Hoch- und Seitenverstellung, ohne Feintrieb am Laufboden (einfacher Schlitten) z.B. Verax 9x12 mit Verax Spezial
Aplanat 8 / 13,5cm Vario

2.) Scharfeinstellung mittels Radialhebel z.B. Verax 9x12 mit Rodenstock Eurynar 6,3 / 13,5cm Ibso

3.) Hoch und Seiteneinstellung mittels Feintrieb, ebenso die Scharfeinstellung, doppelter Laufboden-Auszug, z.B. Verax 9x12 mit Meyer
Helioplan 6,8 135mm Rad-Compur

4.) Luxus-Verax, braun beledert, brauner Balg, Radialhebel, Hoch-und Seitenverstellung mittels manuelles Verschieben, z.B. Verax braun
4,5x6 Leitmeyer Sytar 6,3 / 75mm Pronto

5.) laut Kadlubek gab es sie auch im Format 6,5x9, habe ich aber noch nicht gesehen.

Gruss
Freier-Sascha

Zuletzt bearbeitet am 17.11.17 12:43

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Rodenstock-Objektive   durcheinandergekommen   Entwicklungszentrum   Unendlich-Einstellung   Originalherstellers   Tragriemenhalterform   Größenbeschränkungen   Entwicklungszentrums   Rodenstock-Plakette   Laufboden   Downloadgeschwindigkeit   Freier-Sascha   Verbraucherschützer   Objektiv-Verschlusskombinationen   2600er-Gehäusenummer   Unger&Hoffmann   Originalausstattung   Riemenaufhängeform   nachgeprüftermaßen   Unterunterlizenznehmer