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Schmalfilm-Formate
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12.01.18 08:08
Rainer 

Administrator

12.01.18 08:08
Rainer 

Administrator

Schmalfilm-Formate

Hallo zusammen,

Schmalfilme für Amateurfilmkameras gab es in mehren Formaten und Konfektionierungen. Üblich waren dabei:

1) Schmalfilm 8 mm auf Doppelspule (Doppel-8) oder als Normal-8 bzw. Doppel-8 bezeichnet. Doppelspule meint: Der 16 mm breite Film hatte doppelte Breite für 8 mm-Kameras, er war eigentlich ein 16 mm - Film. Nach der Belichtung wurde vor der Entwicklung dieser Doppelfilm in der Mitte (im Labor) geschnitten (getrennt). Der Film hatte also an beiden Rändern eine Perforation und war nach der Trennung ein 8 mm breiter Schmalfilm. Das eigentliche Bildfenster war 3,28 x 4,37 mm groß. Bildzahl pro Sekunde 16 Aufnahmen. Normal-8 und Super-8 - Kameras waren hinsichtlich des Films nicht kompatibel! Man wechselte die Filmrolle nach der Belichtung am besten in einem kleinen Dunkelkammersack um Lichteinfall zu vermeiden. Problematisch war der teilweise Lichteinfall bedingt durch das Einlegen / Wechseln der Filmrollen.

2) Super-8 Film. Dieses Format war in Kassetten konfektioniert, wurde nach der Gesamtbelichtung nicht umgedreht. Eine umständliche Filmeinfädelung entfiel. Doppelbelichtungen war aber nicht mehr möglich, lediglich kurze Überblendungen bei einigen Kameras. Das eigentliche Filmfenster war 5,36 mm × 4,01 mm groß und damit erkennbar größer als bei Normal-8. Bildzahl 18 Aufnahmen pro Sekunde (Super-8-Filme mit Tonspur wurden mit 24 Bilder pro Sekunde abgespielt). 15 Meter Filmlänge, ausreichend für ca. 3,5 Minuten (bei 18 Bilder / Sek). Die Aufwickel- und Abwickelspule in der Kassette lagen übereinander, deshalb waren alle Superacht-Kameras relativ breit (dick).

3) Single 8 Film. Eine andere Kassetten-Kofektionierung für das Super-8 Format, aber nicht zu den"normalen" Super-8 Film kompatibel. Der Film kann für Doppelbelichtungen in der Kamera zurückgespult werden. Hat sich in Deutschland / Europa kaum durchsetzen können, hauptsächlich im Japan verwendet.

4) 9,5 mm Pathe - Film.

5) 16 - mm Film, zählt noch zu den Schmalfilmen (im Vergleich zu dem 35 mm Kinofilm). Dieses Filmformat wurde nicht nur im Heimbereich, sondern auch teilweise im beruflichen Filmeinsatz genutzt. Konfektioniert auf Filmrollen, aber auch in Groß-Kassetten einlegbar. Das eigentliche Bildfenster war 10,3 mm x 7,5 mm groß.


Grüße von Haus zu Haus
Rainer (Forumbetreiber)

Aus Negativ wurde Positiv. Pixel sind nicht alles, aber ohne Pixel ist alles nichts.
Fotoapparate sind Zeitmaschinen, sie können die Vergangenheit erhalten.
Ein Leben ohne Facebook ist möglich, aber (und) sinnvoll.

Zuletzt bearbeitet am 17.01.18 14:00


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